ZIK – Archiv 2006-2009

2006: Verdienstorden für ZIK

ZIK wurde für das langjährige Engagement in der Aids-Arbeit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Christian Thomes nahm die Auszeichnung im Namen aller ZIK-Mitarbeiter*innen in Empfang.

Besuch von UNAIDS

Anlässlich seines Besuches in Berlin informierte sich Dr. Peter Piot, Executive Director UNAIDS, am 26.09.2006 über unsere Arbeit.

Er besuchte dabei das Betreute Wohnen in der Reichenberger Str. 129 in Kreuzberg.

2007: Besuch aus Sambia

Der Staatspräsident von Sambia, Levy Mwanawasa, informierte sich zusammen mit einer zehnköpfigen Delegation im Rahmen eines Staatsbesuches über die Versorgungslage HIV-infizierter und aidskranker Menschen in Berlin.

Ziel des Besuches war es, voneinander zu lernen und die Unterschiede zwischen den Ländern klarer zu sehen.

Aus unserer Arbeit

Gemeinsam mit dem Felix Pflegeteam werden vier Pflegeappartments in der Reichenberger Str. 129 eingerichtet.

Sanierung der Reichenberger Str. 96: die ersten 50 Wohnungen erhielten neue Bäder.

Auf Grund des erheblich gestiegenen Bedarfs wurde die Platzzahl im Betreuten Einzelwohnen um weitere 50 auf insgesamt 250 Plätze erweitert.

Die Stiftung „Leben mit HIV und Aids“ wurde zehn Jahre alt.

Sie unterstützt unsere Arbeit durch Einzelfallhilfe und Projektförderung mit durchschnittlich 40.000 € im Jahr.

2008: Besuch aus Swaziland

Ministerpräsident Dlamini und weitere Kabinettsmitglieder von Swaziland informierten sich in unserer Orangerie im Gespräch mit ZIK und der Deutschen AIDS-Stiftung eingehend über die Betreuung von HIV- und Aids-Betroffenen in Deutschland.

Wieder als Wohnprojekt

Die Kriseneinrichtung Pankstraße wurde in ein Wohnprojekt nach § 53 umgewandelt. ZIK reagierte damit auf den angestiegenen bürokratischen Aufwand, der mit einer Aufnahme von Betroffenen in die Kriseneinrichtung verbunden war. Die Bewohner*innen können auf Grund der veränderten Rechtsgrundlage nun auch längerfristig in der Einrichtung bleiben.

Änderungen

Seit Jahresbeginn stärkte der Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget das Selbstbestimmungsrecht behinderter Menschen. Aus einem großen Pool an Angeboten konnten die Betroffenen bei ZIK nun eigenverantwortlich auswählen, was sie persönlich als effektiv und sinnvoll einschätzen.

Unsere Wohnprojekte wurden in diesem Jahr flexibler: An allen Standorten wurde nun zusätzlich zum Wohnen in der Gemeinschaft auch Betreutes Einzelwohnen angeboten.

2009: Besuch der Bundeskanzlerin

Am 26.02.2009 besuchte uns Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Reichenberger Straße 129.

„Für jeden Menschen eine Perspektive aufbauen!“

Eine gute Stunde lang besuchte Frau Dr. Merkel das Wohnprojekt, sozusagen stellvertetend für alle Einrichtungen von ZIK.

Sie ließ sich eine Wohn- und eine Pflegeetage zeigen und besuchte auch einen Bewohner in seinem Appartement.

Danach setzte sich die Regierungschefin mit zehn Bewohner*innenn im Gemeinschaftsraum an einen großen Tisch.

Sie sprach mit ihnen bei Limonade und Brötchen über Wirtschaftskrise, Hartz-IV-Probleme und das Gesundheitssystem. Sie hörte zu und fragte nach. Die Gesprächsteilnehmer*innen waren beeindruckt.

„Mehr Offenheit!“

Dass sie gekommen war, um persönlich mit Menschen mit Aids zu sprechen und zugleich zwanzig Jahre engagierter Arbeit für chronisch kranke, wohnungslose Menschen anzuerkennen, wertete ZIK-Geschäftsführer Christian Thomes als ein Zeichen über dieses Projekt hinaus:

„Mit Ihrem Besuch zeigen Sie den Betroffenen, dass sie nicht am Rande, sondern in der Mitte der Gesellschaft zu finden sind!“

In der anschließenden Pressekonferenz mahnte Angela Merkel mehr Offenheit an: Offenheit der Gesellschaft im Umgang mit Aids.

Sie forderte, die Dinge beim Namen zu nennen, die Angst zu nehmen und dadurch Prävention möglich zu machen.

Und es gefiel der Kanzlerin, dass ZIK chronisch kranken Menschen, die sonst keine Wohnung hätten, „ein Stück Heimat gibt“, und dass ZIK die Menschen anregt, „das Leben eigenständig zu gestalten“.

Sie würdigte, dass ZIK ein Netz gebaut hat, „das einen auffängt, wenn man in Schwierigkeiten kommt“.

Es gehe letztlich darum, „für jeden Menschen eine Perspektive aufzubauen“.

Abschließend versprach die Bundeskanzlerin: „Ich werde nach diesem Besuch noch tatkräftiger und vor allen Dingen mit mehr praktischer Einsicht dafür werben, dass wir uns noch mehr für die Projekte einsetzen, die etwas mit Aids zu tun haben.“

Wir freuen uns über diese ihre Unterstützung!

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